Berlin1

Tag 2: Berlin… du bist so wunderbar

…mit Video:

Tag 2 unserer WELCOME HOME TOUR und nach dem ersten Stop in unserer Partnerstadt Leipzig war eine UNESCO Creative City dran: Berlin (natürlich). Nach einem sehr gesunden Frühstück (mit Obst!) war unsere Fahrt von Leipzig in die Hauptstadt überraschend staufrei und wir erreichten Berlin nach gut zwei Stunden. Dort allerdings: Kein Durchkommen. Nirgends. Weil: Es war Weltfahrradtag und so ziemlich alle Straßen stadteinwärts (die das Navi kannte) waren von der Polizei abgesperrt. Also fuhren wir im Schneckentempo von Ampel zu Ampel bis wir endlich auf Umwegen (Zeiteinschätzung vorher: „Wir brauchen in Berlin noch mindestens eine halbe Stunde“ – falsch, es waren eineinhalb) zu unserem Hostel hinter dem Hauptbahnhof kamen. Das erste Fazit der Reise: Inhabergeführte kleine Hostels haben auf jeden Fall mehr Charme als Ketten. Aber wir warten mal ab, was da noch so kommt.
Nachdem wir Fünf unser 8-Bett-Zimmer bezogen hatten, zogen wir mit Grillutensilien, leckerem Essen und natürlich dem Equipment los in Richtung Mauerpark. (Wer noch nie dort war: unbedingt hin, ein wunderschöner Flohmarkt, Karaoke(!!!) im Park und Live-Musik alle paar Meter! Und kleine Anmerkung am Rande: Da kann sich Hannover als UNESCO City of Music leider noch einiges abschauen). Dort traf John auf seine Freunde von STRAY MOOD, die übrigens auch des Öfteren schon den Kröpcke in Hannover musikalisch beglückt haben. Bis die andere Band, die gerade am Abrocken war, ihr Konzert beendet hatten, konnten wir es uns schon mal in der Sonne gemütlich machen, den Grill anschmeißen und noch kurz entspannen.
A propos Wetter: Auf unserem Weg zum Mauerpark traf uns direkt über dem Hauptbahnhof ein Regenschauer – es goss wie aus Kübeln und so suchten wir Unterschlupf unter dem Vordach des Gebäudes, bis es sich wieder etwas gelegt hatte und wir zur Tram gesprintet sind. Im Mauerpark selbst (etwa fünf Stationen entfernt) war strahlender Sonnenschein und nur vereinzelt zogen Regenwolken mit ein paar Tropfen über uns und haben jedes Mal Schockmomente bei Musikern, Kamerafrau und Tonmann ausgelöst.
Zurück zum Mauerpark: Menschen jeder Altersklasse saßen, lagen, liefen hier herum und genossen ihren Sonntag, bummelten über den Flohmarkt oder jubelten den Karaokesängern zu. Als John dann vor dem eigentlichen Set mit STRAY MOOD gemeinsam „Ain’t no Sunshine“ performte, standen die Zuschauer (natürlich die Smartphones zum Filmen in der Hand) um die Band herum und wippte und sang mit. Am Ende gab es einen extra Applaus für John und STRAY MOOD setzte ihr eigenes Set fort.
Spätnachmittags machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Hostel, um anschließend in die Neuköllner Kneipe „Froschkönig-Berlin“ zu ziehen und eine kleine HOME-Session zu spielen. Jetzt dürft ihr kurz raten, wo wir auf dem Weg zurück wieder nass geworfen sind… Richtig, am Hauptbahnhof. Bis wir am Hostel ankamen waren wir also regengeduscht und haben so zumindest den Grill-Geruch abgelegt.
Kaum angekommen ging es eigentlich auch schon wieder weiter: Auto bepacken, Navi an und nach Neukölln. Dort empfing uns eine freundliche Bar-Dame und nach dem Aufbau legte John auch schon los. Aufgrund des lauschig warmen Sommerabends war das Publikum leider eher vor als in der Kneipe zu finden, aber später wurden die Anwesenden dann doch nach innen gelockt und lauschten John. Als dann allerdings eine italienisch-berlinerische Dame, Alice Tempestini, in der Kneipe auftauchte und zum Mikrofon griff, waren alle Anwesenden baff. Dies in Worte zu fassen ist wirklich nicht leicht, aber zum Glück gibt es ja auch in unregelmäßigen Abständen Videos von unseren Erlebnissen.
Nach einem gelungenen, entspannten kleinen Gig gab es zur Belohnung noch ein bis drei Kaltgetränke und anschließend machten wir uns auf den Rückweg ins Hostel, um völlig ausgepowert ins Bett zu fallen. Aber wir haben die Rechnung ohne das Hostel gemacht! Denn in unserem Zimmer lag auf einmal ein fremder Mann, der uns ganz verwirrt anblickte und wir ihn wahrscheinlich noch verwirrter zurück. Engländer war er und wolle ja nur gerne schlafen, da er früh wieder raus müsse. Da wir aber noch einige Zeit das Licht anhaben mussten, um das Videomaterial zu sichten und was man eben so vor dem Zu-Bett-Gehen macht, haben wir uns sehr freundlich mit ihm darauf geeinigt, ein anderes Zimmer zu beziehen, was wirklich kein Problem war. Nach diesem kurzen Schockmoment hatten wir also unser Zimmer wieder für uns und konnten schließlich schlafen gehen.
Wir freuen uns auf Posen!

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