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Tag 3: Geradeaus nach Poznań

Der Vormittag in Berlin

Montagmorgen ist für fünf Morgenmuffel vielleicht nicht unbedingt der beste Zeitpunkt, um gemeinsam in einem Zimmer aufzuwachen. Darum hat das mit dem Aufstehen auch einige Weckerklingeln und Auf-Schlummern-Drücken gedauert, bis die Erste es unter die Dusche geschafft hat. So langsam wurden aber trotzdem alle wacher und wir machten uns ans Packen unserer Sachen. (Bestimmt kann sich jeder vorstellen, wie ein mit drei Hoch- und einem Doppelbett vollgestelltes Zimmer kombiniert mit fünf Koffern und ziemlich viel Equipment morgens aussieht…). Nachdem wir also das (sowieso nicht gebuchte) Frühstück im Hostel verpasst und unsere Sachen ins Auto gepackt haben, gaben wir dem Hostel-WLAN noch eine Chance und versuchten uns am Upload des Leipzig-Videos. Leider ohne Erfolg.
Um unsere (Arbeits-)Zeit zu optimieren, haben wir beschlossen, einen Spannungsumwandler (super praktisches Gerät) zu besorgen, damit das Video auf den Autofahrten geschnitten werden kann, da uns dort bisher der (immer zu schnell leere) Akku einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Aber mit diesem Teil – kein Problem! So fuhren wir also noch ein bisschen durch Berlin, zum Einkaufscenter „Das Schloss“ und holten dort erstmal unser Frühstück nach beziehungsweise unser Mittagessen ein. Burger – richtig lecker. Nicht wirklich verwunderlich, dass plötzlich alle ein bisschen besser gelaunt waren (im Menü war ein Heißgetränk enthalten – der Koffeinspiegel stieg also wieder auf das normale Level). Im Zuge unserer Spannungsumwandlerbesorgung fiel uns ein weiteres, sehr praktisches Utensil in die Hand: Ein Selfie-Stick! Und außerdem gab es ab einem gewissen Einkaufswert in diesem Elektronikladen ein Fässchen Bier gratis dazu! Yay!

Selfies mit dem Stick & unser Gratis-Fässchen (und wir)
Selfies mit dem Stick  mit unserem Gratis-Fässchen (und wir)

Auf nach Polen

Gut ausgerüstet machten wir uns also auf den Weg Richtung Poznań, Polen. Und – wer hätte das gedacht – wir kamen sogar ohne Probleme raus aus Berlin. Die Fahrt bis zur Grenze ging schneller vorbei als gedacht und schwupps waren wir schon an der Maut-Schranke angelangt. Also Ticket ziehen und weiter geht’s. Wer schon mal in Polen war, weiß vielleicht, wie es auf (und neben) der Autobahn nach Poznań aussieht. Für alle anderen: Es geht IMMER geradeaus, es gibt Wald rechts und links, manchmal ein Feld und immer wieder Brücken. Kaum Autos, ein paar LKWs und sonst naja Wald, Felder, Brücken. Richtig äh abwechslungsreich…

Ein kleiner Eindruck der Autobahn nach Poznań.
Ein kleiner Eindruck der Autobahn nach Poznań.
Zum Glück haben wir den Selfie-Stick...
Zum Glück haben wir den Selfie-Stick…

In Poznań angekommen

Nach fast drei Stunden kamen wir dann endlich in Poznań an. Auf einmal waren die Straßen voll und die Kreuzungen unübersichtlich. Und was passiert natürlich auf dem Weg zum Hostel? Die Brücke, über die uns das Navi lotsen möchte, ist gesperrt. Also stehen wir wieder an diversen Ampeln, fahren ein paar Mal im Kreis, bis wir endlich eine Straße finden, auf der wir weiterfahren können. Dann aber erreichen wir die Innenstadt und sind überrascht: Die Innenstadt von Poznań ist richtig schön (außer das Kopfsteinpflaster, das wackelt doch sehr) und wir finden nach nur drei Mal im Kreis fahren (mal wieder) das Hostel und anschließend auch einen Parkplatz. Das Hostel ist wunderbar zentral gelegen und hat auch noch einen passenden Namen: Hostel Melody. Außer der Tatsache, dass es im dritten Stock liegt (und wir natürlich ziemlich viel hochschlappen mussten), ist uns unsere Unterkunft auf Anhieb sympathisch: Überall hängen Musikinstrumente und Platten an der Wand und die Zimmer sind nicht langweilig nummeriert, sondern nach Genres benannt sind. Wir wohnen in Nummer 13: „Reggae“.
Nach einer kurzen Verschnaufpause beschlossen wir, natürlich die Gitarre unterm Arm, nochmal loszuziehen und nach etwas Essbaren zu suchen. Durch die super Lage des Hostels wohnten wir direkt am Old Square Market, an dem viele Restaurants mit schönem Außenbereich sind. Wir entschieden uns für die typisch polnische Küche (die sicherlich auf Touristen abgestimmt war, aber dennoch sehr einladend) und so gab Pierogi mit verschiedenen Füllungen. Exzellent! Während wir uns schon mal an den Tischen niederließen, spielte John noch ein bisschen vor dem Brunnen auf dem Platz. Prompt wurde er auf ein Singer-Songwriter-Festival eingeladen – allerdings leider erst im Juli – mal sehen, ob er nochmal nach Posen kommt. Im Restaurant wurden wir dann von einer sehr freundlichen Kellnerin bewirtet, die John, als sie seinen Gitarrenkoffer sah, erstmal aufforderte nochmal eine Runde zu spielen. Gesagt, getan! Ob die polnischen Gäste um uns herum das kleine Spontankonzert so schön fanden, können wir leider schlecht beurteilen – anscheinend gucken die aber immer etwas grimmig. Macht nichts, die Kellnerin hat es gefeiert und gleich ein Foto von uns geschossen. Nach diesem schönen Abend zog es uns dann aufgrund der doch kühlen Nacht wieder ins Hostel und wir machten es uns in unserem Reggae-Zimmer gemütlich – zumindest diejenigen, die müde waren. Ein Teil machte sich lieber nochmal auf, um einen Latin-Dance-Club aufzumischen…

Spontankonzert im Restaurant Pyszna
Spontankonzert im Restaurant Pyszna

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