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Tag 4: Germany meets Iceland to Poland in Poznań

…mit Video:

Die Wecker klingeln. Seit halb neun. So langsam wachen alle nacheinander mehr oder weniger ausgeschlafen auf (danach folgt der obligatorische Smartphonemoment) und wir stehen auf. Nach dem Frühstück im Hostel Melody hüpften alle nochmal schnell unter  die Dusche und dann zogen wir los. Erstmal zu dem bewachten Parkplatz um die Ecke, wo wir prompt auf die Frau des Parkplatzwächters trafen, die ziemlich gut deutsch sprach und sich direkt einen Welcome-Home-Button angesteckt hat. Anschließend kontaktierten wir Wiktoria, die Organisatorin der Tour „Iceland to Poland“, die an diesem Tag auch in Posen spielten. Sie meinte, sie chillen gerade bei der Location, dem Blue Note Jazz Club, und wir könnten gerne vorbei kommen. Gesagt, getan. So trafen wir in einem schönen Restaurant im Innenhof der Location (die übrigens im Keller eines ziemlich schicken Schlösschens war) auf Wiktoria und Mitglieder der isländischen Bands. Die waren allerdings noch ziemlich verstrahlt, anscheinend hatten sie eine lange Nacht. Wir erzählten ihnen von unserer Tour und John wurde eingeladen, im Anschluss an die polnische Vorband und vor der ersten isländischen (Metal-)Band (ONI) zu spielen.

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Beim Soundcheck lief alles glatt und so marschierten wir nochmal kurz zurück zum Hostel, um uns frisch zu machen und  das restliche Equipment zu besorgen. IMG_6433

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Da das Konzert um acht Uhr anfing, sollten wir auf halb acht vor Ort sein. Dieses Mal war jedoch der Betreiber des Clubs auch dort, deshalb durfte nur unser Musiker rein, der Rest „musste“ noch draußen die Sonne genießen.

Nach der polnischen Vorband gab es eine kurze Umbaupause und John fing an, sich das Schlagzeug so zu drapieren, damit er mit seiner Gitarre dahinter sitzen konnte. Gespannte Blicke, verschränkte Arme bei den Isländern, die alle vor der Bühne standen. Dann legte John los – mit einer rockigen Version von Welcome Home.IMG_6508

Wahnsinn. Wirklich – das sagen wir jetzt nicht einfach, weil wir müssen, sondern es war GEWALTIG! Die Isländer kamen, während er spielte, zum Rest der Crew und waren sprachlos, hatten Gänsehaut und konnten sich gar nicht in Worte fassen. John bekam richtig viel Applaus und wurde zu einer Zugabe aufgefordert. Leider musste er dann die Bühne für die nächsten Bands räumen, wurde aber nochmal von allen Seiten gedrückt und gelobt. Grandios, wie diese großen, bärtigen Männer diesen kleinen, dürren John gefeiert haben. Anschließend stießen wir mit Wiktoria und den Jungs an, während wir den Bands (ONI, Ottoman, Churchhouse Creepers und Alchemia –>hört mal rein) zugehört und auch ordentlich geheadbangt haben. Im Vergleich zum Nachmittag war die Stimmung richtig ausgelassen – anscheinend war der hangover vorbei und das Promillelevel  bei den Jungs wieder auf dem richtigen Stand.

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Churchhouse Creepers
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ONI – von denen haben wir auch noch das Album geschenkt bekommen :)

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Als die Konzerte zu Ende gingen und die Isländer sich wieder in ihrem Tourbus auf den Weg machen mussten, gab es – obwohl wir uns ja eigentlich erst den halben Tag kannten – eine ziemlich lange Verabschiedung (die alleine waren ja immerhin 17 Leute) und wir waren ziemlich traurig, dass wir uns schon wieder trennen mussten. Zwei der polnischen Zuschauer, ein Pärchen, lieden uns dann noch auf ein Bierchen in ihre Lieblingskneipe ein. Da es schon nach Mitternacht war, ging ein Teil von uns vernünftigerweise zurück ins Hostel. Aber ein bisschen Netzwerken schadet ja nicht, also kam der andere Teil noch mit. Die Lieblingskneipe war allerdings schon geschlossen, so musste mit einer Studentenkneipe (mit Karaoke) vorlieb genommen werden. Über die Getränkepreise wollen wir hier jetzt gar nicht viel erzählen, aber die Gerüchte sind wahr… Mal sehen, wie gut wir alle am nächsten Tag aus dem Bett kommen…

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