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Tag 8: Späte Ankunft in Prag

Es war nun an der Zeit, Polen zu verlassen. So packten wir unseren Kram und verließen unsere Hostel-Wohnung in Katowice. Wir waren schon etwas traurig, dieses schöne und gastfreundliche Land verlassen zu müssen. Tatsächlich wussten wir nicht, was uns in Polen erwartete (wir verweisen an dieser Stelle auf die vorurteilsbelasteten Witze über dieses Land, die sich alle absolut nicht bewahrheitet haben) und wurden echt positiv überrascht, weil es so schön war.

Nachdem wir das Auto einfach mal zum Beladen in die Fußgängerzone direkt vor den Hosteleingang geparkt haben (und immer darauf gewartet haben, dass die ständig patrouillierende Polizei uns anspricht, was aber nicht passierte), haben wir das Auto beladen und fuhren los gen Prag. So ganz verstanden haben wir das Straßensystem in Polen aber noch nicht – daher fuhren wir mal wieder ein paar Mal im Kreis an diversen Autobahnkreuzen, aber schließlich fanden wir den richtigen Weg.

Wer sich ein bisschen auf der Landkarte auskennt, weiß sicher, dass auf dem Weg von Katowice nach Prag das Konzentrationslager Auschwitz liegt. Dieser geschichtsträchtige Ort sollte unseren eigentlich kurzen Zwischenstop darstellen, denn wenn man schon mal in der Nähe ist, sollte man sich dies auch anschauen. Nach kurzer Zeit erreichen wir Auschwitz und wurden von einem gelangweilten Parkwächter auf den Parkplatz gelotst. Allerdings hatten wir die zeitlichen Ausmaße der Besichtigungstour etwas unterschätzt: Diese betrug nämlich 3,5 Stunden und wir mussten auch noch eine Stunde auf den Beginn warten. Wir wollen an dieser Stelle keine großen Fässer aufmachen, jedem sollte natürlich bewusst sein, für welche Gräueltaten die Gedenkstätte Auschwitz steht. Die Besichtigung des Stammlagers Auschwitz I und des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau (Konzentrationslager Auschwitz II) war für uns alle sehr ergreifend und machte uns sprachlos. Die sonst doch sehr ausgelassene Stimmung blieb bis Prag sehr gedrückt und alle hingen auf der Fahrt eigenen Gedanken nach.

Fünf Stunden später, es war mittlerweile 1 Uhr nachts, erreichten wir schließlich Prag. Alle waren kaputt und müde, von der Fahrt und dem Gesehenen, so waren wir froh, dass wir unsere Zimmer im Hostel beziehen konnten (allerdings im fünften Stock, also erstmal schön schleppen). Erschöpft fielen wir ins Bett…

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