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Tag 9: Tschüss Prag, Servus Weißenburg

Nach einer mehr oder weniger guten Nacht machten wir uns am Sonntagmorgen mal wieder ans Packen, Check-Out war um elf Uhr, das haben wir mal frech bis zur letzten Minute ausgenutzt. Dann hieß es natürlich wieder, die Sachen nach unten zu schleppen, Bettwäsche abgeben und Auto beladen (als eine deutsche Herrentruppe am Auto vorbeizog, mussten wir uns übrigens erst mal „Absteiger“-Gesänge anhören…).

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Anschließend wollten wir an einem der vielen öffentlichen Klaviere in Prag eine kleine Session machen, allerdings konnten wir beim Nationaltheater, bei dem eins stehen sollte, keinen Parkplatz finden und so cruisten wir noch ein bisschen durch die Stadt. Und die Gerüchte sind wahr: Prag ist richtig schön! Schade, dass unser Aufenthalt dort so kurz war. Als wir schließlich einen Parkplatz fanden, waren wir doch ein ganzes Stück weit weg vom Nationaltheater und so beschlossen wir, stattdessen auf der nährgelegenen und berühmten Karlsbrücke eine kurze Home-Session zu machen. So zogen wir mit unserem Equipment durch die Altstadt und sahen schwebende MönchIMG_6792e und Massen von Touristen. Durchschnittsalter um die 60, anscheinend war die Jugend noch von der Nacht erschöpft. Nachdem wir uns auf der Karlsbrücke eine schöne Stelle ausgesucht hatten und John ein paar Takte gespielt hat, kam ein Sicherheitsmann auf uns zu und machte ein ganz trauriges Gesicht, als er uns halb auf Englisch, halb auf Deutsch erklärte, dass wir hier keine Musik machen könnten. In der ganzen Altstadt übrigens nicht. Schade. Für ein paar Flyer und Give-Aways verteilen reichte es aber trotzdem. Also packten wir wieder ein, genossen noch ein paar Minuten die Sonne als wir über die Brücke schlenderten und zogen dann wieder gen Auto. Schon zogen dunkle Wolken auf (anscheinend fand das Wetter es auch doof, dass wir keine Musik machen durften). Bevor wir losfuhren aßen wir noch in einer Gaststube mit tschechischer Küche. Unter anderem Gulaschsuppe im Brot, das war lecker! Glücklicherweise haben wir wohl genau den Regenschauer verpasst, denn als wir wieder rauskamen, war alles pitschnass. Macht nix, wir wollten ja sowieso weiterfahren.

Unser nächster Stop für die Nacht: Weißenburg in Bayern, Christines Zuhause. Dies lag auf halben Weg zu unserem nächsten offiziellen Stop, UNESCO City of Music Mannheim, und wir nutzen aus, uns von Christines Mama wieder aufpäppeln zu lassen. In Weißenburg angekommen begrüßte uns Christines Familie und die Zimmer wurden verteilt. Dann gab es erstmal ordentlich fränkische Brotzeit für alle und als wären wir alle kurz vorm Verhungern (was natürlich nicht der Fall war – wer diesen Blog aufmerksam liest, könnte meinen dies sei ein Food-Blog, statt eines Tourblogs). Nachdem wir uns ordentlich den Bauch voll geschlagen hatten (Zitat Meret: „Ich kann eigentlich nicht mehr. Aber ich kann nicht aufhören“) fuhren wir noch ins Nachbardorf, um die Pferde von der Koppel zu holen und ein bisschen Landluft zu schnuppern. Katzenflüsterer Thomas versuchte Kontaktaufnahme zu allen Vierbeinern, die allerdings eher skeptisch als zutraulich waren.

HOME-Session im Wohnzimmer
HOME-Session im Wohnzimmer

Nach diesem kurzen Kuschelabstecher fuhren wir wieder nach Weißenburg, um das Deutschland-EM-Spiel zu gucken. Und dann? Wir hätten ja ins Bett gehen können ABER endlich konnten wir eine „richtige“ HOME-Session machen. Auf dem Sofa im Wohnzimmer mit Christines Familie. Dies wurde dann kurzerhand zum Studio umfunktioniert, die Mikrofone ordentlich eingerichtet, die Kamera aufgestellt und alles was an Instrumenten vorhanden war, wurde verteilt. Hierzu wollen wir auch erstmal keine großen Worte mehr verlieren, schaut euch einfach das Video an, wenn es online ist. Wider Erwarten wurde es auch wieder ein sehr langer Tag und bis das Wohnzimmer wieder wie ein Wohnzimmer aussah und nicht wie ein Tonstudio war es halb zwei und endlich Zeit fürs Bett!

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